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Big Brother is watching you.

Big Brother is watching you!Nun hat es also auch mich erwischt. Ich habe einen dieser ekelhaften Pässe, die man nach Erhalt am liebsten in der Mikrowelle grillen würde um den RFID-Chip mit den biometrischen Daten zu sabotieren. Unheimlich zu wissen, dass diese Daten irgendwo gespeichert sind und von mir unbemerkt abgefragt werden können, wenn ich den Pappdeckel in der Tasche habe. Und das nur, weil die Bundesregierung den Musterknaben spielen wollte und in vorauseilendem Gehorsam US-Einreisebestimmungen zur Grundlage für Bundesdeutsche Reisedokumente gemacht hat. *würg*

Wenn ich mich an die öffentliche Diskussion um die Einführung des maschinenlesbaren Personalausweises erinnere, muss ich sowieso staunen, wie unreflektiert wir Deutschen im Vergleich heute diesen weiteren Schritt auf dem Weg zum gläsernen Menschen offenbar abzunicken bereit sind.

11 Kommentare zu “Big Brother is watching you.”

  1. Mela sagt:

    Warum grillst du ihn denn nicht? Klarer Fall von: ooops.

  2. Diana sagt:

    Ich würde mal sagen, weil 91 Euro zu teuer sind um ihn in der Mikrowelle zu grillen?
    Kann mir mal jemand verraten, was man mit diesen biometrischen Daten (wenn man sie jemandem aus der Hosentasche geklaut hat) eigentlich machen kann? Irgendwie hab ich das in der Debatte wohl überlesen. *schäm*

  3. Mela sagt:

    Bewegungsprofile erstellen z.B. Feststellen ob du auf der Veranstaltung zur Rettung der Meeressäuger warst obwohl eure japanische Mutterfirma auch in Walfang macht etc. etc. etc.

  4. Sulla sagt:

    also ich hab meinen noch im Oktober ’05 geholt… naja, im November wäre er eh abgelaufen… wobei ich diese 1984 Phantasien immer unglaublich lächerlich finde ;) Würde man einfach sämtliche Daten offenlegen würde sich der “missbrauch” schon von selbst regeln, weil ja eh jeder auf alles zugreifen könnte… meint mein nachbar in meinen Daten rumschnüffeln zumüssen, schnüffelt man halt zurück oder was weiss ich… Privatssphäre ist doch was für Spießer

  5. Daniela sagt:

    Praktischerweise benötigte ich meinen Ausweis schon im September für eine Asienreise und habe daher noch knapp 10 Jahre den alten Pass.
    Der sowieso die meiste Zeit in meiner Schreibtischschublade schlummert, und ich kann mir eh nicht vorstellen, dass so ein Scanner durch ein Kieler Studentenviertel geschoben wird, um heimlich die Daten auszulesen.

  6. Daniela sagt:

    Meine Daten hat anscheinend eh schon fast jeder.
    1998 wurde ich bei der USA-Einreise gefragt, warum mein Papa eine US-Arbeitserlaubnis hat, ich sie aber nicht beantragt hätte.
    Inkl. böser Blicke.
    Und warum schickt mir das Finanzamt Kiel meine Steuernummer an meine Eltern, auch wenn ich da seit Ewigkeiten nicht mehr gemeldet bin und als Kontaktadresse meine Kieler Adresse angegeben habe?

  7. Diana sagt:

    Im übrigen sind mir diese Payback-Ich-sammel-deine-Kaufgewohnheiten-Karten wesentlich suspekter, aber da kreischt niemand. Und um an die Passdaten zu kommen, müßte der Datensammler ja wissen, wann man wo seinen Pass dabei hat. X-beliebige Daten nützen denen ja wahrscheinlich nicht. Und überwachen kann man uns doch schon über die Handys. Ich glaube, Big Brother guckt uns schon viel länger zu, als wir glauben.

  8. back2frog sagt:

    big brother guckt und hört eh schon überall zu. ist nur eine frage der zeit, bis man eines nachts aufwacht und sich fragt, was da im bett so piekst …

  9. JC sagt:

    Diana: Klar sind Payback und Co. wesentlich suspekter. Aber wenn der Bürger ein paar Pfennig glaubt sparen zu können, macht er sowas halt freiwillig. Und weil der Bürger ja mündig ist: eigenverantwortlich :-)

  10. Jonas sagt:

    Gelesen? Praktische Sache: http://www.heise.de/newsticker/meldung/69366

  11. JC sagt:

    Oh, danke für den Hinweis – der Beitrag war mir entgangen.

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