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Steve war böse.

Auf der WDC in San Francisco bestätigte Apple-CEO Steve Jobs die Gerüchte, dass Apple den Prozessor-Hersteller wechseln wird und in Zukunft auf Intel setzen wird – IBM, Hersteller der PowerPC-Prozessoren, hält die Roadmap nicht ein und der Markt fordert schnellere Rechner. Schon bei der Einführung des iMac G5 kam es anfangs zu Lieferengpässen.

Nun muss man deswegen als eingefleischter Apple-User nicht zwingend jubilieren, aber teilweise muten die Reaktionen in den diversen Foren schon hysterisch an. Man müsse sich ja dann neue Software kaufen (Unsinn: mit “Rosetta” an Bord, werden PPC-Applikationen auch auf Intel-Macs laufen) und überhaupt, bisher habe man sich darauf verlassen können, dass ein Apple perfekt aufeinander abgestimmte Hardware enthielt (warum sollte der Hersteller diese Strategie ändern, nur weil er seine CPUs in Zukunft von einem anderen Hersteller fabrizieren läßt?) und außerdem sei das böse Digital Rights Management ja fest in Intel-Prozesoren implementiert (warum sollten die Musik- und Filmproduzenten Apple langfristig Sonderkonditionen bei ihren paranoiden Verträgen und Spezifikationen einräumen?)…

Ja. Ich bin auch nicht scharf auf einen Intel in meinen zukünftigen Macs, habe ich doch in meinen letzten PCs immer ein Herz von AMD verbaut. Aber so manche Reaktion erscheint dann doch weit überzogen. Emotional aber nicht rational nachvollziehbar. Apple hat diesen Schritt von langer Hand vorbereitet und es ist kaum davon auszugehen, dass dies mit dem Ziel geschieht, die eigene Hard- und Software zu Grabe zu tragen. Im Gegenteil.

Es kommt immer noch auf das gesamte System an. Da ist der Prozessor nur ein Mosaik-Steinchen, wenn auch ein wichtiges. Dass die x86-Architektur mehr kann, als nur “Blue Screens”, zeigt uns Linux. Dass mit ihr auch zuverlässige und benutzerfreundliche Rechner möglich sind, wird Apple uns ab Juni kommenden Jahres beweisen. Für den Herbst 2006 ist der Nachfolger von Mac OS X Tiger bereits avisiert – es wird ein Leopard freigelassen werden. So revolutionär, wie alle Wildkatzen mit dem Apfel-Logo.

Ein Kommentar zu “Steve war böse.”

  1. IT Blog sagt:

    Keine Glaubensfrage

    Ich hatte mir ganz fest vorgenommen nichts zu dem Thema zu schreiben, aber ich will trotzdem einen kleinen Pointer zu Coram Publico hinterlassen. JC hat die Hysterie einfach zu treffend und nchtern kommentiert.

    Ach ja, falls es unklar sein sollte wo…

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