{"id":182,"date":"2020-02-10T11:00:31","date_gmt":"2020-02-10T10:00:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/?page_id=182"},"modified":"2024-03-22T11:33:38","modified_gmt":"2024-03-22T10:33:38","slug":"beitraege","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/index.php\/beitraege\/","title":{"rendered":"Beitr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row full_width=&#8220;stretch_row&#8220; parallax=&#8220;content-moving&#8220; parallax_image=&#8220;1815&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1603553374559{padding-top: 200px !important;padding-bottom: 200px !important;background-image: url(http:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Reboisement.jpg?id=248) !important;background-position: center;background-repeat: no-repeat !important;background-size: cover !important;}&#8220;][vc_column][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;stretch_row_content&#8220;][vc_column][vc_tta_accordion][vc_tta_section title=&#8220;Jahresbericht 2022\/23 &#8211; November 2023&#8243; tab_id=&#8220;1603552114754-5d9958db-6e21&#8243;][vc_column_text]<strong>Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. \u2013 Jahresbericht<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Mitglieder der Haiti-Hilfe Falkenstein,<br \/>\nliebe Falkensteiner,<br \/>\nliebe Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dieses Jahr f\u00e4llt mir der Jahresbericht der Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. ungewohnt schwer, denn ich habe das Gef\u00fchl mich Jahr f\u00fcr Jahr nur zu wiederholen und die gleichen Nachrichten zu \u00fcbermitteln: Staatsversagen \u2013 innenpolitische Unruhen \u2013 Bandengewalt \u2013 Inflation \u2013 viel Leid.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aktuell gibt es laut Sch\u00e4tzung \u00fcber 200 Banden in Haiti und diese bestimmen die Geschehnisse im Land. 200 Banden in einem Land mit knapp 12 Millionen Einwohnern und auf einer Gesamtfl\u00e4che vergleichbar mit Brandenburg. Logistische Unternehmungen, sei es die Mobilit\u00e4t von Menschen oder G\u00fctern, ist ohne lebensbedrohliche Gefahr und Schmiergeldern nicht mehr m\u00f6glich. Vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince ist das Leid und die Auswirkung am gr\u00f6\u00dften. Es beginnt bei einer fehlenden funktionierenden Infrastruktur f\u00fcr die M\u00fcllentsorgung hin zu einer hohen Inflation mit Lebensmittelknappheit bis zur Gefahr des eigenen Lebens aufgrund von Entf\u00fchrungen und Morde. Dabei handelt es sich laut Sch\u00e4tzung aktuell bei 1.000 Entf\u00fchrungen und 3.000 Morde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der haitianische Staat kann ohne internationale Unterst\u00fctzung nicht mehr Herr der Lage werden und dies hat nun auch der UN-Sicherheitsrat erkannt. Er hat f\u00fcr die Entsendung einer internationalen Polizeieinheit unter F\u00fchrung Kenias nach Haiti gestimmt. Der Einsatz soll die Regierung im Kampf gegen kriminelle Banden unterst\u00fctzen. Ein Jahr soll der Einsatz dauern, das Startdatum ist noch weiter unklar. Inwiefern diese Unterst\u00fctzung wieder Ordnung schaffen kann, ist leider nicht gewiss.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gl\u00fccklicherweise liegt unsere Partner-Genossenschaft Association des Originaires de Grande Plaine (AOG) in der Region Gros-Morne und damit 170km von der Hauptstadt entfernt, Auswirkungen sind dort trotzdem sp\u00fcrbar. Erste Versuche der Macht\u00fcbernahme der Region durch einzelne Bandengruppierungen hat es bereits gegeben, konnten aber durch die lokale Polizei noch rechtzeitig aufgel\u00f6st werden, bevor diese Strukturen zu gro\u00df wurden. Diese Gruppen bestehen gr\u00f6\u00dftenteils aus Jugendlichen in Gona\u00efves und Port-au-Prince, die ihr \u201eGl\u00fcck\u201c au\u00dferhalb der Stadt suchen. Solche Umst\u00e4nde l\u00e4sst die Zivilbev\u00f6lkerung in Angst leben und die Unsicherheit steigt von Tag zu Tag. Diese Angst ist mittlerweile so weit gestiegen, dass selbst die Bev\u00f6lkerung in den aktiven Widerstand und Kampf gegen die Banden geht und die nationale Polizei bei der Zerschlagung von Banden unterst\u00fctzt. Weitere Auswirkungen der Ausbreitung von Bandengruppen ist die Einschr\u00e4nkung der eigenen Mobilit\u00e4t, so dass die M\u00f6glichkeit sich frei zu bewegen au\u00dferhalb der eigenen Region zu einem hohen Risiko wurde. Das Thema der Lebensmittelknappheit ist auch bei der AOG ein Thema, l\u00e4ngst aber nicht so prek\u00e4r wie in den gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten. Durch die eigene Agrarwirtschaft und die M\u00f6glichkeiten der Selbstversorgung ist das Leid reduzierbar. Der Zukauf von weiteren G\u00fctern ist kaum erschwinglich, da auch hier die Inflation die Kosten zu hoch werden l\u00e4sst. Das Einzige, was unseren Freunden aus der AOG noch hilft, ist die Hoffnung auf einen besseren Morgen und internationaler Hilfe gegen die Banden. Nur wenn die Ordnung in Port-au-Prince wieder hergestellt wird und die Bandenstrukturen aufgel\u00f6st werden, kann es auch in den umliegenden Regionen zu einer besseren Lage kommen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch was bedeutet das f\u00fcr unsere Entwicklungszusammenarbeit mit der AOG? Kurz zusammengefasst, aktuell ist es auch f\u00fcr uns eine schwierige Situation, aber ohne eigenes Risiko.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Jahr 2022 wollten wir ein weiteres wichtiges Problem zusammen mit der AOG anpacken. Neben der Ern\u00e4hrung und der Wasserversorgung ist ein sicheres Dach \u00fcber dem Kopf ein wichtiger Pfeiler der Versorgung. Durch den Wiederaufbau von zwanzig Wohnh\u00e4usern sollte die Region weiter gest\u00e4rkt und die Situation der Menschen vor Ort verbessert werden. Leider wurde bisher davon noch nichts umgesetzt. Unsichere Transportwege, hohe Schmiergelder, mangelnde Verf\u00fcgbarkeit von Rohstoffen und Handwerkern f\u00fcr die spezifische Arbeit k\u00f6nnen nicht ohne zu hohes Risiko besorgt werden. Solange es keine Besserung der Lage vor Ort gibt, ist auch keine Umsetzung m\u00f6glich. Die Unterst\u00fctzung von 19.000 Euro f\u00fcr die AOG wurde zwar schon im Jahr 2022 \u00fcberwiesen, aber ohne einen Mehrwert f\u00fcr die Menschen vor Ort zu generieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieses Thema haben wir auch an der Mitgliederversammlung an Pfingsten 2023 angesprochen und auch auf Empfehlung des Vorstands ist eine Unterst\u00fctzung von weiteren Projekten f\u00fcr die AOG bis auf weiteres nicht vorgesehen. Wir ben\u00f6tigen erst eine Gewissheit, dass mit den Geldern auch die besprochenen Zwecke erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Eine Auswirkung auf die Gemeinn\u00fctzigkeit der Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. hat dies noch nicht, da wir aufgrund einer Gesetzes\u00e4nderung bis zu drei Jahren Zeit haben die Gelder f\u00fcr den laut Satzung vorgesehen Zweck zu verbrauchen. Konsens der Mitgliederversammlung war ebenfalls, dass wir die Sinnhaftigkeit der Unterst\u00fctzung der AOG in Haiti nicht in Frage stellen. Die aktuelle schwierige Lage vor Ort ben\u00f6tigt weiterhin Zeit und sobald eine weitere Unterst\u00fctzung m\u00f6glich und denkbar ist, ben\u00f6tigen uns die Menschen in der AOG mehr denn je.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich noch meinen Dank an Hans-Peter Radermacher aussprechen, der uns jahrelang in der Haiti-Hilfe als Schatzmeister unterst\u00fctzt hat. Mit der Mitgliederversammlung 2023 ist er in den wohlverdienten Ruhestand gegangen, bleibt uns aber als Mitglied, Unterst\u00fctzer und Freund nat\u00fcrlich erhalten. Dank seiner zuverl\u00e4ssigen und tadellosen Arbeit konnten wir uns als neuer Vorstand auf unsere Aufgaben und Verantwortungen konzentrieren. Als Nachfolger tritt Emanuel Jaworek als Schatzmeister an und vervollst\u00e4ndigt damit den Vorstand.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Lieber Peter, vielen Dank f\u00fcr deine jahrelange Arbeit und dein Engagement f\u00fcr die Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. \u2013 ohne dich, h\u00e4tten wir den Wandel nie meistern k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zus\u00e4tzlich geht auch mein Dank an den jahrelangen Kassenpr\u00fcfer Lutz Caspers, der sein wachsames Auge auf unsere Kasse geworfen hat und mit seinem Engagement uns unterst\u00fctzt hat. Ihr beide hinterlasst gro\u00dfe Fu\u00dfstapfen in der Haiti-Hilfe \u2013 vielen Dank daf\u00fcr!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit vielen herzlichen Gr\u00fc\u00dfen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Michael Baumann, Manuel Schluck, Jannik J\u00fcrgens, Emanuel Jaworek<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Euer Vorstand der Haiti-Hilfe Falkenstein<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Jahresbericht 2021\/22 &#8211; Oktober 2022&#8243; tab_id=&#8220;1711103542957-a79ad4e1-22df&#8220;][vc_column_text]<strong>Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. \u2013 Jahresbericht<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder der Haiti-Hilfe Falkenstein,<br \/>\nliebe Falkensteiner Bundesbr\u00fcder,<br \/>\nliebe Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dies ist nun der vierte Jahresbericht der Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. seit dem Generationenwechsel im Vorstand. Jahr f\u00fcr Jahr berichten wir \u00fcber die prek\u00e4re Lage in Haiti und dem Staatsversagen in Port-au-Prince \u2013 eine Besserung ist leider nicht in Sicht. Immer noch herrschen kriminelle Banden in Haiti und der Staat schafft es nicht f\u00fcr Sicherheit im eigenen Land zu sorgen. Aktuelle Sch\u00e4tzungen von Menschenrechtsorganisationen belaufen sich auf ungef\u00e4hr 300 kriminelle Banden in ganz Haiti.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Anfang Juli 2021 wurde der regierende Pr\u00e4sident Jovenel Mo\u00efse ermordet, seitdem herrscht der Interims-Premierminister Ariel Henry. Die angek\u00fcndigten Wahlen im Jahr 2022 stehen immer noch aus und ein Datum ist nicht in Sicht. Auch dies f\u00fchrt zu weiteren Unruhen in der Bev\u00f6lkerung und Missgunst gegen\u00fcber der Regierung. Aktuell bereitet die amerikanische und mexikanische Regierung eine Resolution vor, um eine Hilfsmission in Haiti zu erm\u00f6glichen. Ziel soll sein, dass die Sicherheit im Land wieder hergestellt wird und sich die humanit\u00e4re Lage in Haiti verbessert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gl\u00fccklicherweise liegt unsere Partner-Genossenschaft Association des Originaires de Grande Plaine (AOG) in der Region Gros-Morne und damit 170km von der Hauptstadt entfernt und bekommt von der prek\u00e4ren Lage in Port-au-Prince weniger mit. Dieser Umstand best\u00e4rkt uns auch in der Arbeit und in der Vision, dass wir zusammen mit der AOG eine Entwicklung und Lebensgrundlage unabh\u00e4ngig der politischen Lage und dem funktionierenden Staat erm\u00f6glichen k\u00f6nnen. M\u00f6glich ist dies, wenn wir die Menschen in der Region davon \u00fcberzeugen, dass eine lebenswerte Zukunft in der Region m\u00f6glich ist. Mit diesem Ansporn setzen wir auch unsere Projekte zusammen um und geben Menschen Hoffnungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch wie ist das m\u00f6glich?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Jahr 2020 haben wir zusammen gegen eine absehbare Hungersnot angek\u00e4mpft, in dem wir Saatgut finanziert haben und dazu auch die Bew\u00e4sserungssysteme f\u00fcr die Agrarwirtschaft ausgebaut haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Jahr 2021 wurde die Wasserversorgung sichergestellt, in dem wir den Bau eines Trinkwasser- und Bew\u00e4sserungsbrunnens mitfinanziert haben. Die bisherigen Quellen sind leider zum Gro\u00dfteil versandet und nur durch neue tiefe langfristige Bohrungen k\u00f6nnen wir hier dem Wassermangel entgegenwirken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im diesj\u00e4hrigen Jahr haben wir ein weiteres wichtiges Problem zusammen angepackt. Neben der Ern\u00e4hrung und der Wasserversorgung ist ein sicheres Dach \u00fcber dem Kopf ein wichtiger Pfeiler der Versorgung. Mit dem Wiederaufbau von zwanzig Wohnh\u00e4usern m\u00f6chten wir einen langfristigen Mehrwert f\u00fcr die Region erbringen. Durch eine widerstandsf\u00e4higere Bauart der Wohnh\u00e4user sollen diese auch gegen Klima- und Naturereignisse standhalten und Sicherheit f\u00fcr die Menschen bringen. Nur mit einer ausreichenden Lebensgrundlage k\u00f6nnen wir gemeinsam mit der AOG die Menschen vor Ort zu \u00fcberzeugen, nicht die Option der Flucht zu w\u00e4hlen. Die Unterst\u00fctzung in H\u00f6he von 19 000 Euro nutzt die AOG, um Baumaterial zu kaufen, Handwerker (Maurer, Zimmermann) f\u00fcr fachspezifische Arbeiten zu finanzieren und die Transporte zu organisieren. Zus\u00e4tzlich zu unserer Zusammenarbeit werden die unterst\u00fctzenden Haushalte beim Wiederaufbau der Wohnh\u00e4user helfen und Materialen sowie Arbeitskraft beisteuern. Die Wohnh\u00e4user werden eine Gesamtgr\u00f6\u00dfe von 10*4 Metern haben mit zwei Schlafzimmern \u00e1 4*4 Metern und einem Lagerraum sowie einer Galeria \u00e1 2*2 Metern. Das Dach wird aus lokalem Hartholz gefertigt und mit einem Blech gedeckt, die Mauern aus Stein gemauert und die T\u00fcren und Fenster sind aus Holz. Ein exemplarisches Bild findet ihr anbei:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr das Jahr 2023 stehen wir mit Audalbert und Gaston im regelm\u00e4\u00dfigen Austausch und beraten uns, wie mit unseren Mitteln bestm\u00f6glich geholfen werden kann. Sp\u00e4testens zum Stiftungsfest 2023 werden wir euch hierzu mehr berichten k\u00f6nnen, da auch an diesem Wochenende unsere Mitgliederversammlung in Freiburg stattfinden wird. Wir k\u00f6nnen nur hoffen, dass sich bis dahin die politische Lage in Haiti stabilisiert hat, die Sicherheit im Land durch den Staat gew\u00e4hrleistet wird und die Menschen in Haiti ein geregeltes Leben nachgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00dcber viele Teilnehmer an der n\u00e4chstj\u00e4hrigen Mitgliederversammlung werden wir uns sehr freuen, denn nur mit eurer Unterst\u00fctzung und eurem Interesse k\u00f6nnen wir gemeinsam etwas f\u00fcr die AOG bewegen und den Menschen in Haiti helfen. Einer dieser helfenden Menschen war Alfred Schmedding, der bis 2004 Vorsitzender der Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. war und leider im letzten Jahr verstorben ist. Der Vorstand dankt ihm von Herzen f\u00fcr sein Engagement und ist dankbar f\u00fcr die gemeinsame Zeit.<\/p>\n<p>Mit vielen herzlichen Gr\u00fc\u00dfen aus Freiburg,<\/p>\n<p>Michael Baumann, Peter Radermacher, Manuel Schluck und Jannik J\u00fcrgens<\/p>\n<p>Euer Vorstand der Haiti-Hilfe Falkenstein[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Jahresbericht 2020\/21 &#8211; Oktober 2021&#8243; tab_id=&#8220;1698929696350-42b2c9d2-3b8f&#8220;][vc_column_text]<strong>Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. \u2013 Jahresbericht<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder der Haiti-Hilfe Falkenstein,<br \/>\nliebe Falkensteiner Bundesbr\u00fcder,<br \/>\nliebe Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p>auch die Jahre 2020 und 2021 sind keine guten Jahre f\u00fcr Haiti, welche sich die Insel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik teilt. St\u00e4rker k\u00f6nnten die Kontraste der zwei Staaten kaum sein:<\/p>\n<p>Auf der \u00f6stlichen Inselseite befindet sich die Dominikanischen Republik (Daten 2019):<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>beliebtes Urlaubsland, 8 Millionen Touristen \/ Einnahmen von 6,4 Milliarden Euro<\/li>\n<li>funktionierenden Wirtschaft, BIP 79,5 Milliarden Euro bei 10,7 Millionen Einwohnern<\/li>\n<li>politischer Stabilit\u00e4t (parlamentarische Demokratie mit funktionierenden Wahlen)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf der westlichen Inselseite plagen Haiti seit Jahrzehnten innenpolitische Probleme (Daten 2019):<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>kein nennenswerter Tourismus (knapp unter 1 Millionen Touristen)<\/li>\n<li>erliegende Wirtschaft, BIP 12,8 Milliarden Euro bei 11,4 Millionen Einwohnern<\/li>\n<li>politische Instabilit\u00e4t, zuletzt am 07. Juli 2021 die Ermordung des Pr\u00e4sidenten Jovel Moise<\/li>\n<li>Proteste &amp; b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnliche Zust\u00e4nde seit September 2019 aufgrund Korruptionsskandals um Pr\u00e4sident Jovel Moise<\/li>\n<li>Aktuelle Machtanspr\u00fcche in der Hauptstadt Port-au-Prince durch ans\u00e4ssige Clans<\/li>\n<li>Entf\u00fchrungen und Stra\u00dfenbarrikaden, zuletzt Entf\u00fchrung von 17 Missionaren Mitte Oktober<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dass der politische Staat Haiti nicht funktioniert, l\u00e4sst sich zus\u00e4tzlich an folgendem Vergleich verdeutlichen. Im Zeitraum der letzten drei amtierenden Bundeskanzler\/in (Kohl, Schr\u00f6der, Merkel) in Deutschland von 1982-2021 gab es in Haiti 22 Wechsel des Staatsoberhaupts, aufgrund von Korruption, Putsch, Ermordung, Aufst\u00e4nde und nur wenige aufgrund von rechtm\u00e4\u00dfigen Wahlen.<\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt schreibt zur Sicherheitslage in Haiti: Protestaktionen, auch mit Schusswaffengebrauch, und Stra\u00dfenblockaden sowie gewaltt\u00e4tige Auseinandersetzungen krimineller Banden beeintr\u00e4chtigen das Leben in weiten Teilen des Landes. Daneben kommt es auch, besonders im Gro\u00dfraum Port-au-Prince, nahezu t\u00e4glich zu Entf\u00fchrungen, auch von ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen. Dabei gehen die T\u00e4ter bisweilen mit gro\u00dfer Brutalit\u00e4t vor. Zahlreiche Menschen sind aus Haiti gefl\u00fcchtet, die meisten versuchen in die USA zu gelangen.<\/p>\n<p>Haiti ist au\u00dferdem von Covid-19 stark betroffen und das Gesundheitssystem ist nur unzureichend auf die Pandemie vorbereitet. Impfungen werden bislang nicht angeboten.<\/p>\n<p>Trotz alle dem ist unsere gemeinsame Arbeit und Unterst\u00fctzung von der Haiti-Hilfe Falkenstein keine vergebene M\u00fche:<\/p>\n<p>Unsere Partner-Genossenschaft Association des Originaires de Grand-Plaine (AOG) ist im n\u00f6rdlichen Teil von Haiti angesiedelt und versorgt sich gr\u00f6\u00dftenteils unabh\u00e4ngig von der Hauptstadt und dem Staat. Diese Unabh\u00e4ngigkeit gilt es zu f\u00f6rdern und zu bewahren. Ein Verlass auf die staatlichen Institutionen w\u00e4re das Ende einer gesicherten Zukunft und einer funktionierenden Gemeinschaft. Daher gilt es wie immer zu betonen, dass nur die Hilfe zur Selbsthilfe mit dem Fokus auf die Selbstst\u00e4ndigkeit das Ziel unserer Arbeit sein kann. Erreicht wird dies durch die AOG mit folgenden Schwerpunkten, bei denen wir j\u00e4hrlich unterst\u00fctzen:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>Ern\u00e4hrung \/ Agrarwirtschaft<\/li>\n<li>Energiegewinnung<\/li>\n<li>Bildung<\/li>\n<li>Medizinversorgung<\/li>\n<li>Wiederaufforstung<\/li>\n<li>Kreditgeber<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Seit Einf\u00fchrung des Euros haben wir knapp 300.000 Euro in Projekten umgesetzt, und wir k\u00f6nnen uns auf die Seriosit\u00e4t unserer Partner-Genossenschaft verlassen. Ein weiterer wichtiger Baustein der Selbstst\u00e4ndigkeit ist die Gew\u00e4hrleistung von Trinkwasserquellen und die Basis der Pflanzenbew\u00e4sserung. Bisher wurde mit mehreren oberirdischen Quellen der Gro\u00dfteil der Wasserversorgung gedeckt, allerdings sind diese mittlerweile versandet. Nun wird ein 100 Meter tiefer Schacht f\u00fcr einen neuen Brunnen f\u00fcr die AOG mit unseren Hilfen gebohrt, Filtermechanismen und Leitungen installiert und das Wasser anschlie\u00dfend aufbereitet. Hierzu wurde Anfang November 2021 der Euro-Gegenwert der ben\u00f6tigten 24.500 US-Dollar \u00fcberwiesen.<\/p>\n<p>Nun noch ein Punkt in eigener Sache: Peter Radermacher wird zum 30. April 2023 sein Amt als Schatzmeister nach drei Amtszeiten von insgesamt 9 Jahren niederlegen und m\u00f6chte seine Arbeit dann in neue j\u00fcngere H\u00e4nde legen. Daher suchen wir zur Mitgliederversammlung 2022 einen neuen Schatzmeister, welcher ab 01. Mai 2023 sein Amt beginnt. Eine gute Einarbeitung wird gew\u00e4hrleistet. K\u00f6nntest du, lieber Bundesbruder, es dir vorstellen ehrenamtlich bei der Haiti-Hilfe Falkenstein als Schatzmeister Teil des Vorstands zu sein, dann freuen wir uns \u00fcber deine Kontaktaufnahme bei Michael Baumann.<\/p>\n<p>Mit vielen herzlichen Gr\u00fc\u00dfen aus Freiburg,<\/p>\n<p>Michael Baumann, Peter Radermacher, Manuel Schluck und Jannik J\u00fcrgens<\/p>\n<p>Euer Vorstand der Haiti-Hilfe Falkenstein[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Jahresbericht 2019\/20 &#8211; Oktober 2020&#8243; tab_id=&#8220;1644916628892-038d3dae-0ab6&#8243;][vc_column_text]<strong>Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. \u2013 Jahresbericht<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder der Haiti-Hilfe Falkenstein,<br \/>\nliebe Falkensteiner,<br \/>\nliebe Leser,<\/p>\n<p>wir freuen uns, euch \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der Haiti-Hilfe zu berichten. Das Jahr 2019\/2020 ist f\u00fcr uns, die neue Vorstandsgeneration, ein besonderes. Viele neue Aufgaben und Erfahrungen kamen und werden noch auf uns zukommen. Daher sind wir besonders dankbar, dass uns Hans-Peter Radermacher im Vorstand sowie Werner Jordan und Hermann Remaklus aus dem ehemaligen Vorstand zur Seite stehen. Die Corona-Pandemie erschwerte unseren Einstieg etwas, es kam zu Anlaufschwierigkeiten. Doch langsam fassen wir Fu\u00df in unserer neuen Rolle.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst haben wir uns mit organisatorischen Themen befasst. Zum Jahreswechsel wurden die Eintragungen in das Vereinsregister aktualisiert, dann haben wir die neue Gemeinn\u00fctzigkeitserkl\u00e4rung f\u00fcr die vergangenen drei Jahre erhalten. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass wir die Gemeinn\u00fctzigkeitserkl\u00e4rung ohne irgendeine Beanstandung seitens des Finanzamts bekommen haben. Dies unterstreicht die hervorragende Arbeit unserer Vorg\u00e4nger und unserem aktuellen Schatzmeister Hans-Peter Radermacher, daf\u00fcr ein riesengro\u00dfes Dankesch\u00f6n. F\u00fcr eine aktuellere Au\u00dfendarstellung wurde die Webseite (<a href=\"http:\/\/www.haiti-hilfe-falkenstein.de\/\">www.haiti-hilfe-falkenstein.de<\/a>) erneuert und soll nun mit regelm\u00e4\u00dfigen Updates und Impressionen f\u00fcr weitere Transparenz sorgen. Ausstehend f\u00fcr die komplette \u00dcbergabe des Vorstandes ist noch die Erweiterung der Vollmachten f\u00fcr das Konto der Haiti-Hilfe.<\/p>\n<p>Aber nun zu den wirklich wichtigen Themen der Haiti-Hilfe Falkenstein: Was haben wir in diesem Jahr gemacht, um zusammen mit der Association des Originaires de Grande Plaine (AOG) den Leuten in Haiti zu helfen? Unser \u201eneuer\u201c Werner Jordan hei\u00dft Jannik J\u00fcrgens. Er k\u00fcmmert sich um die Kommunikation und den Austausch mit den Leuten vor Ort. Jannik steht in regelm\u00e4\u00dfigem Kontakt mit Audalbert Norvilus und Gaston Jean, die uns \u00fcber die aktuelle Situation auf dem Laufenden halten. Auf Basis dieser Kommunikation und einer Kostenkalkulation der AOG haben wir im Mai 2020 unseren ersten Vorstandsbeschluss getroffen. Ziele des Vorstandsbeschlusses ist es mit Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen gegen eine Hungersnot vorzugehen, die sich bereits Ende des Jahres 2019 abgezeichnet hat und durch die Folgen der Corona-Pandemie versch\u00e4rft wurde. Der Fokus liegt vor allem auf der Unterst\u00fctzung von \u00e4lteren Menschen und Personen mit Behinderungen. Insgesamt wurden 26.500 Euro (26.012 US Dollar) an die AOG gespendet, die sich in folgende Unterposten gliedern:<\/p>\n<ul>\n<li>Aktivit\u00e4ten f\u00fcr die Landwirtschaft in H\u00f6he von 14.747,62 US Dollar\n<ul>\n<li>Kauf von Saatgut<\/li>\n<li>Nat\u00fcrliche Insektizide<\/li>\n<li>D\u00fcnger<\/li>\n<li>Landwirtschaftliche Unterst\u00fctzung<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung von \u00e4lteren Menschen<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung von Personen mit Behinderungen<\/li>\n<li>Konstruktion von Pflanzen- und Blumenbeeten<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Ausbau des Bew\u00e4sserungssystems in Croix Biscailles in H\u00f6he von 11.264,42 US Dollar\n<ul>\n<li>Kauf von Polyethylen-Rohre<\/li>\n<li>Kompressionsadapter<\/li>\n<li>Kompressionsh\u00fclsen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aktuelle Situation und Herausforderungen<\/p>\n<p>Offiziell wurden in Haiti bis Ende September nur etwa 8700 Covid-19-F\u00e4lle registriert. Im Nachbarland Dominikanische Republik waren es zum gleichen Zeitpunkt mehr als zw\u00f6lf Mal so viele. Zwar wird in Haiti wenig getestet, und wenn, dann nur in der Hauptstadt, aber laut Welthungerhilfe hat auch die Sterblichkeitsrate in den Gemeinden nicht drastisch zugenommen. \u00dcber die Gr\u00fcnde daf\u00fcr wird reichlich spekuliert. Audalbert Norvilus hat uns in einem Bericht geschrieben, dass es mit einem Tee aus Heilpflanzen zu tun haben k\u00f6nnte, der eifrig getrunken wird. Es k\u00f6nnte auch aufs Klima oder fr\u00fchere Impfkampagnen zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Die Welthungerhilfe hat keine schl\u00fcssige Erkl\u00e4rung, warum Haiti von der Pandemie bisher nur wenig betroffen ist. Fakt ist: Wir w\u00fcnschen uns, dass es auch weiterhin zu wenig schweren Krankheitsf\u00e4llen kommt.<\/p>\n<p>Trotzdem hat die Pandemie Auswirkungen. Durch die geschlossenen Grenzen zur Dominikanische Republik verschlimmert sich die angespannte Versorgungslage. Viele Menschen haben nicht gen\u00fcgend zu essen. Auf dem Gebiet der AOG konnte die Not durch die \u00dcberweisung der Haiti Hilfe Falkenstein etwas gelindert werden. Mit dem finanzierten Saatgut konnten die Bauern Hirse, Getreide, Erbsen und weitere Gem\u00fcsesorten anbauen und ernten. Das Bew\u00e4sserungssystem spielt hierbei auch eine Rolle. Ein detaillierter Bericht \u00fcber die Mittelverwendung in Bezug auf die Landwirtschaft steht noch aus, wurde uns von der AOG aber versprochen. Wir werden ihn auf der Internetseite ver\u00f6ffentlichen. Weil durch die Krise viele Importe nach Haiti gestoppt wurden, f\u00e4llt auf, wie stark die Abh\u00e4ngigkeit des Landes ist. Die AOG versucht, weitgehend nahrungsmittelautark zu werden.<\/p>\n<p>Ein Problem stellt die Wasserversorgung in Grande Plaine dar. Eine Quelle, die im Jahr 1984 gefasst wurde und seitdem die Bev\u00f6lkerung mit Wasser versorgt hat, sch\u00fcttet immer weniger. Das hat laut AOG auch mit der Abholzung des Waldes zu tun. Momentan muss ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung deswegen jeden Tag sieben Kilometer laufen, um an Fl\u00fcssen Wasser zu holen. Die AOG denkt \u00fcber L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten dieses Problems nach.<\/p>\n<p>Wir bedanken uns f\u00fcr die Hilfe, die wir von allen Seiten bekommen und freuen uns \u00fcber jede neue Mitgliedschaft und jede Spende, die uns erreicht. Den n\u00e4chsten Bericht k\u00f6nnt ihr von uns in der Realit\u00e4t (und vielleicht auch per Zoom-Konferenz) auf dem Falkensteiner Haus bekommen, da am 5. Dezember die Mitgliederversammlung der Haiti-Hilfe Falkenstein stattfinden wird. Einladungen gehen gesondert heraus.<\/p>\n<p>Mit vielen herzlichen Gr\u00fc\u00dfen aus Freiburg,<\/p>\n<p>Michael Baumann, Peter Radermacher, Manuel Schluck und Jannik J\u00fcrgens<\/p>\n<p>Euer Vorstand der Haiti-Hilfe Falkenstein[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Rechenschaftsbericht der AOG zur Soforthilfezahlung &#8211; Dezember 2019&#8243; tab_id=&#8220;1602939053123-1ab8d47c-afc3&#8243;][vc_column_text]<strong>Betrag:<\/strong> 33.000 Euro entsprechend 35.640 US Dollar<\/p>\n<p><strong>Kontext<\/strong>: Im Januar 2019 haben wir der Association des Originaires de Grande Plaine (AOG) 35.640 US Dollar \u00fcberwiesen. Die Zusammenarbeit mit der Genossenschaft besteht seit etlichen<br \/>\nJahren. Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Genossenschafts-mitglieder zu verbessern und eine nachhaltige und selbst-bestimmte Entwicklung in einem abgelegenen Gebiet Haitis zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Im Oktober 2018 haben ein Erdbeben der St\u00e4rke 5.9 auf der Richterskala und ein Hurrikan die haitianischen Departements Artibonite, Norden und Nord-Westen getroffen. Das Gebiet der<br \/>\nGenossenschaft (Gros Morne) geh\u00f6rte dabei zu einer der am st\u00e4rksten betroffenen Regionen, es kam zu etlichen Toten und viele H\u00e4user wurden zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Hilfszahlung wurde in drei Ma\u00dfnahmen investiert.<\/p>\n<p><em>1. Solaranlagen und LED-Beleuchtung (9224 US Dollar)<\/em><br \/>\nEs wurden zehn Solaranlagen mitsamt Batterien angeschafft, die 60 Bauernfamilien (etwa 400 Personen) mit Strom versorgen. Damit werden LED-Leuchten (4 Watt) betrieben und Handys<br \/>\naufgeladen. Die LED-Leuchten ersetzen Kerosinlampen. Dadurch wird das Risiko eines Brandes und einer Atemwegsinfektion minimiert, da die Lampen sch\u00e4dliche Gase absondern.<\/p>\n<p><em>2. Widerstandsf\u00e4higkeit und Kampf gegen den Klimawandel (Aufforstung) (6961 US Dollar)<\/em><br \/>\nDie AOG versucht, gegen die Zerst\u00f6rung der Umwelt im unmittelbaren Umfeld zu k\u00e4mpfen. Dabei sollen verschiedene gesellschaftliche Gruppen einbezogen werden: Bauern, Sch\u00fcler und Jugendliche. Um gegen die Zerst\u00f6rung des Waldes, die Erosion und die W\u00fcstenbildung vorzugehen, hat die AOG mehrere Gruppen gegr\u00fcndet. Eine Gruppe pflanzt B\u00e4ume w\u00e4hrend der zwei Regenzeiten im Jahr.Die Beteiligten werden mit Setzlingen ausgestattet, die sie an ausgesuchten Orten pflanzen. Gleichzeitig werden Sch\u00fcler und Kinder f\u00fcr die Wichtigkeit der B\u00e4ume und der Natur sensibilisiert und ihre Eltern \u00fcber die Folgen wahlloser Baumf\u00e4llungen unterrichtet. Mit dem Geld der Haiti-Hilfe wurden 1500 Obstbaum-Setzlinge und 5844 Waldbaum-Setzlinge finanziert. Au\u00dferdem haben 23 Haushalte eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Umgestalten ihrer Parzellen erhalten, um die B\u00e4ume zu pflanzen.<\/p>\n<p><em>3. Entsch\u00e4digung und Unterst\u00fctzung von Bauernfamilien in Schwierigkeiten (19455<\/em><em>US Dollar)<\/em><br \/>\nDas Erdbeben und der Hurrikan haben in Gros Morne gro\u00dfe Sch\u00e4den angerichtet. Mehrere H\u00fctten, die im Bericht \u201eabris de fortune\u201c bezeichnet werden, sind zerst\u00f6rt worden. Die Bewohner mussten unter Planen und B\u00e4umen Schutz suchen, was eine einmalige Situation darstellte und die Menschen in Verzweiflung hat versinken lassen. Hinzu kamen gro\u00dfe Ernteausf\u00e4lle und der Verlust von Vieh. Um diesen Menschen zu helfen, wurden 50 Prozent der Mittel eingesetzt. 18 Haushalte wurden beim Wiederaufbau ihrer H\u00e4user unterst\u00fctzt, 19 Haushalte bei der Reparatur und 25 Landwirte beim Ankurbeln ihrer landwirtschaftlichen Aktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Insgesamt haben mehr als 1000 Menschen direkt von der Hilfe profitiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Jannik J\u00fcrgens<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. \u2013 eine neue Generation &#8211; November 2019&#8243; tab_id=&#8220;1602939178411-aeb3896e-ebdc&#8220;][vc_column_text]Seit nun vierzig Jahren ist die Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. in der<br \/>\nEntwicklungszusammenarbeit aktiv, allerdings ist die fort-bestehende Hilfe notwendiger denn je. Laut Weltrisikoindex befindet sich Haiti auf Rang 21 von 173 L\u00e4ndern. Hierbei werden<br \/>\nverschiedene Indikatoren zur Berechnung einer wahrscheinlichen Naturkatastrophe ermittelt. Daher ist es umso wichtiger, dass es eine nachhaltige und wetterbest\u00e4ndige Entwicklungs-zusammenarbeit in Haiti gibt, um dort einen nennenswerten Erfolg zu erreichen. Bei solchen Gespr\u00e4chen kam ich mit meinem Mitbewohner und Bundesbruder Jannik J\u00fcrgens zu der \u00dcberlegung, dass ein Fortbestand eines solchen Vereins unerl\u00e4sslich ist. Mit dem Bewusstsein, dass die aktuellen Vorst\u00e4nde der Haiti-Hilfe in einem wesentlich h\u00f6heren Semester als wir beide sind, haben wir uns f\u00fcr eine Kontaktaufnahme entschieden und im Sp\u00e4tsommer 2018 das erste Mal miteinander gesprochen. Nach mehreren Telefonaten traf man sich mit den Bundesbr\u00fcdern Hermann Remaklus, Werner Jordan, Peter Radermacher und tauschte sich \u00fcber die regelm\u00e4\u00dfigen Aufgaben und langfristigen Ziele des Vereins aus. Mit am Tisch sa\u00df auch mein Confux und langj\u00e4hriger Mitbewohner Manuel Schluck, welcher sich ebenfalls f\u00fcr unsere Idee motivieren lie\u00df. Gl\u00fccklicherweise konnte unser haitianischer Kontaktmann Gaston Jean an diesem Gespr\u00e4ch teilnehmen und uns wertvolle Einblicke in die aktuelle Lage vor Ort geben. Die informationsreiche Konversation endete allerdings f\u00fcr uns drei Inaktive in einer unvorhergesehenen \u00dcberraschung:<br \/>\n\u201eK\u00f6nnt ihr euch vorstellen, schon bei der morgigen Haiti-Hilfe Sitzung zum Vorstand gew\u00e4hlt zu werden?\u201c<\/p>\n<p>\u00dcberrumpelt und zugleich geehrt musste erst mal ein Schluck Bier den Rachen herunter. Es folgten rege Diskussionen und wir entschieden uns f\u00fcr einen Kompromiss. Infolgedessen<br \/>\nwurde ich bei der anstehenden Sitzung auf den freien vierten Vorstandsplatz gew\u00e4hlt sowie Manuel Schluck und Jannik J\u00fcrgens in den erweiterten Vorstand. Der aktuelle Vorstand blieb<br \/>\nbestehen. Das soll nicht bedeuten, dass ich durch den \u00dcberraschungseffekt in den Vorstand gerutscht bin, sondern dass es eine bewusste Entscheidung f\u00fcr das langfristige Fortbestehen<br \/>\nder Haiti-Hilfe sein soll. Diese klare Entscheidung wurde vor allem gef\u00e4llt, da unser Bbr. Radermacher noch langfristig mit im Vorstand verweilen wird.<\/p>\n<p>Dies war die Kurzgeschichte der neuen Vorstandsgeneration der Haiti-Hilfe Falkenstein, welche nun auch eigene Ideen umsetzen m\u00f6chte. Dies ist erst durch die bisherige best\u00e4ndige Arbeit des Vereins m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Kurzfristige Ziele sind vor allem;<br \/>\n(1) Begeisterung der j\u00fcngeren Generation bei Fl! (aktueller Altersschnitt bei 60 Jahren)<br \/>\n(2) Bekanntmache innerhalb des Freiburger CVs<br \/>\n(3) J\u00e4hrliche Veranstaltung im Semesterprogramm der Falkensteiner Aktivitas<br \/>\n(4) Halbj\u00e4hrlicher Newsletter \u00fcber aktuelle Projekte\/Geschehnisse<br \/>\n(5) Artikel in der Cartellverbandszeitschrift \u201eACADEMIA\u201c<\/p>\n<p>Wichtig ist uns vor allem, dass das Prinzip \u201eHilfe zur Selbsthilfe\u201c fortgef\u00fchrt wird, welches durch die guten institutionellen Strukturen in der Partnerregion in Haiti m\u00f6glich ist. So sollen die dort diskutierten und abgestimmten Projekte mit unseren Mitteln umgesetzt werden, damit ein effizienter Fortschritt erreicht werden kann. Allerdings habe ich mir auch noch ein eigenes Ziel f\u00fcr die kommende Zeit gesetzt &#8211; meine Franz\u00f6sischkenntnisse auffrischen. Gl\u00fccklicherweise haben wir durch Jannik schon ein neues Vorstandsmitglied bei uns, welcher<br \/>\nFranz\u00f6sisch auf h\u00f6chstem Niveau sprechen kann, so dass ich mich in Ruhe auf ein brauchbares H\u00e4nde\/F\u00fc\u00dfe\/Mimik\/Gestik-Franz\u00f6sischniveau hinarbeiten kann.<br \/>\nDamit wir drei neuen Vorstandsmitglieder uns ein bestm\u00f6gliches Bild von der aktuellen Situation vor Ort machen k\u00f6nnen, ist auch ein Besuch auf Haiti im Jahr 2020 vorgesehen. Nur durch die eigenen Erfahrungen und Eindr\u00fccke kann f\u00fcr mich eine Herzensaufgabe entstehen, damit sich ein besseres Verst\u00e4ndnis von Problemen und Missst\u00e4nden entwickeln kann. Des<br \/>\nWeiteren bin ich \u00fcber Impulse und Anregungen von allen Bundesbr\u00fcdern, Lesern, Mitgliedern und Interessenten dankbar, damit man zusammen die bestm\u00f6gliche Hilfe f\u00fcr Haiti<br \/>\nerreichen kann. Ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben und bin guter Dinge, dass wir durch die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Vorstand alle Herausforderungen meistern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Michael Baumann<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Haiti 2019 &#8211; Die Lage vor Ort &#8211; Oktober 2019&#8243; tab_id=&#8220;1581327616524-c9ce1da4-f48b&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wirbelst\u00fcrme, Erdbeben, politisches und wirtschaftliches Chaos \u2013 Hiobsbotschaften aus Haiti wechseln sich ab. Seit dem Erdbeben Anfang Oktober 2018, das haupts\u00e4chlich schwere Geb\u00e4udesch\u00e4den versucht hatte, schien sich die Lage in dem Land langsam ein wenig zu beruhigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber nachdem Venezuela seine \u00d6lf\u00f6rderung weitgehend heruntergefahren hatte und Haiti nicht mehr in den Genuss g\u00fcnstiger Konditionen kam, brachen im Februar dieses Jahres nach Berichten \u00fcber die enorme Korruption im Land \u2013 viele Milliarden Dollar sollen durch den Regierungsapparat beiseite geschafft worden sein \u2013 Unruhen aus. Sie verst\u00e4rkten sich im Juni noch so sehr, dass das Land inzwischen v\u00f6llig gel\u00e4hmt ist. Die gesamte Bev\u00f6lkerung scheint auf den Stra\u00dfen zu sein. Demonstranten aller Couleur blockieren die Stra\u00dfen, bewaffnete Banditen verbreiteten Angst und Schrecken, gegen den die Ordnungskr\u00e4fte nichts ausrichten konnten. Das gesamte \u00f6ffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen. Die Schulen sind geschlossen, die haitianische W\u00e4hrung verliert dramatisch an Wert. In manchen Gegenden herrscht gro\u00dfer Mangel an Lebensmitteln, da die LKWs nicht fahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Pr\u00e4sident hat wiederholt seine Absicht bekundet, nicht zur\u00fccktreten zu wollen. Er hat eine Delegation in die USA geschickt, um Lieferungen von Nahrungsmitteln zu erhalten, denn er wird von der US-Regierung \u2013 nicht von der EU \u2013 gest\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und wie sieht es in Grande-Plaine aus? Die Haitianer scheinen das alles mit einer bewundernswerten Gelassenheit zu ertragen. Sie schlagen sich irgendwie durch. Die von uns mitfinanzierten Projekte Gem\u00fcseanbau, Gef\u00fcgel- und Rinderzucht tragen jetzt Fr\u00fcchte. Da die produzierenden Bauern ihre Waren nicht auf den M\u00e4rkten verkaufen k\u00f6nnen, verbrauchen sie sie selbst. Nach Aussagen von Gaston Jean herrscht in Grande Plaine \u2013 noch! \u2013 keine Hungersnot. Das Wetter war g\u00fcnstig und die Ernten durchaus zufriedenstellend.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber die Aktivit\u00e4ten der A.O.G. stagnieren, da G\u00fcter zur Versorgung nicht angeliefert werden k\u00f6nnen. Grande-Plaine ist keine Insel der Seligen. Somit hat auch die HAITI-HILFE FALKENSTEIN dazu beigetragen, dass die Menschen dort<br \/>\nbislang \u00fcberlebt haben. In manchen Bereichen ist die A.O.G. weiterhin sehr aktiv, vor allem in der Heranbildung junger Nachwuchskr\u00e4fte. Hoffen wir, dass es bald eine L\u00f6sung in der politisch verfahrenen Situation gibt, denn die Bev\u00f6lkerung kann das nicht endlos lange ertragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Unsere Hilfe ist notwendiger denn je. Hoffen wir vor allem, dass es weiterhin m\u00f6glich ist, Geld nach Haiti zu \u00fcberweisen. Es gab ein Problem in diesem Sommer und es bedurfte mehrerer Interventionen unseres Schatzmeisters und des Verantwortlichen Audalbert Norvilus vor Ort, die Empfangsbest\u00e4tigung von der Unibank zu bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir danken allen Spendern, die uns unterst\u00fctzt haben. Auch in diesem Jahr zeigt sich, wie wertvoll \u2013 ja, lebensnotwendig unser Einsatz f\u00fcr die vom Schicksal gebeutelten Haitianer ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Werner Jordan<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][\/vc_tta_accordion][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator style=&#8220;dashed&#8220; border_width=&#8220;2&#8243;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row full_width=&#8220;stretch_row&#8220; parallax=&#8220;content-moving&#8220; parallax_image=&#8220;1815&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1603553374559{padding-top: 200px !important;padding-bottom: 200px !important;background-image: url(http:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Reboisement.jpg?id=248) !important;background-position: center;background-repeat: no-repeat !important;background-size: cover !important;}&#8220;][vc_column][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;stretch_row_content&#8220;][vc_column][vc_tta_accordion][vc_tta_section title=&#8220;Jahresbericht 2022\/23 &#8211; November 2023&#8243; tab_id=&#8220;1603552114754-5d9958db-6e21&#8243;][vc_column_text]Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. \u2013 Jahresbericht Liebe Mitglieder der Haiti-Hilfe Falkenstein, liebe Falkensteiner, liebe Leserinnen und Leser, dieses Jahr f\u00e4llt mir der Jahresbericht der Haiti-Hilfe Falkenstein e.V. ungewohnt schwer, denn ich habe das Gef\u00fchl &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/index.php\/beitraege\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eBeitr\u00e4ge\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/182"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=182"}],"version-history":[{"count":37,"href":"https:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/182\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":358,"href":"https:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/182\/revisions\/358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.haimb.de\/falkenstein\/haiti-hilfe\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=182"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}